08.06.2026
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Ofcom warnt soziale Medien vor Online-Missbrauch während der Weltmeisterschaft

Ofcom warns social media firms over online abuse during World Cup

Ofcom hat sich an soziale Medien gewandt, um deren Verpflichtungen im Hinblick auf Online-Missbrauch zu betonen, insbesondere im Vorfeld der Weltmeisterschaft. Die Regulierungsbehörde hat ihre Entschlossenheit bekräftigt, die Maßnahmen gegen „illegale Hassinhalte“ während des Turniers zu überwachen.

In Anbetracht der besorgniserregenden Erfahrungen, die englische Spieler während der Herren-Europameisterschaft 2021 und der Frauen-Euros im letzten Jahr gemacht haben, hebt Ofcom die Notwendigkeit hervor, dass diese Plattformen wirksame Maßnahmen gegen Missbrauch ergreifen. Sie müssen sicherstellen, dass sie für den zu erwartenden Anstieg solcher Vorfälle während der Weltmeisterschaft gut gerüstet sind.

Laut Ofcom bleibt das Potenzial für Online-Schäden in Verbindung mit bedeutenden Sportereignissen ein großes Anliegen. Ihre Forschung zeigt die schädlichen Auswirkungen, die Online-Missbrauch auf Spieler und andere Beteiligte haben kann.

„In früheren Turnieren sahen sich Spieler, Offizielle und Trainer, die die Heimatnationen vertreten, Online-Hass, Bedrohungen, Missbrauch und Belästigung ausgesetzt,“ heißt es in dem Schreiben von Ofcom. „Es gab auffällige Spitzen in der Verbreitung solcher Inhalte, die oft auf schwarze und ethnische Minderheiten abzielen, sowie auf die wahrgenommene sexuelle Orientierung oder den Behinderungsstatus.“

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Die Erkenntnisse von Ofcom belegen die umfangreiche, schwere und normalisierte Natur des Online-Missbrauchs und zeigen rassistische und bedrohliche Nachrichten, die an Athleten, Kommentatoren und öffentliche Persönlichkeiten gerichtet sind. Die Betroffenen berichten, dass dieser Missbrauch häufig unerbittlich, stark sichtbar und schwer zu bewältigen ist, was zu Ängsten um die persönliche und familiäre Sicherheit, Rückzug aus dem öffentlichen Leben und negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden führt.

In dem Schreiben wird auch erwähnt, dass eine von der FIFA durchgeführte Studie ergeben hat, dass das Viertelfinalspiel zwischen Frankreich und England den größten Anstieg von Missbrauch gegenüber Spielern während der Männer-Weltmeisterschaft 2022 ausgelöst hat. Dies folgt auf frühere Vorfälle von Missbrauch gegenüber Marcus Rashford, Bukayo Saka und Jadon Sancho nach Englands Niederlage im Elfmeterschießen gegen Italien im Jahr 2021. Zudem erhielt ein Mann im März eine ausgesetzte Gefängnisstrafe für das Versenden von „böswilligen Mitteilungen“ an Jess Carter während der Frauen-Euros 2025.

Ofcom hat angekündigt, wie Unternehmen den Missbrauch auf ihren Plattformen durch ein „Live-Compliance-Programm“ überwachen wird und wird mit wichtigen Interessengruppen zusammenarbeiten, darunter der Fußballverband und die britische Polizeieinheit für Fußball.

Das Gesetz zur Online-Sicherheit verpflichtet soziale Medien dazu, verschiedene Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, um ihre Nutzer zu schützen. Eine wichtige Anforderung ist, dass alle Plattformen über ein gut ausgestattetes Content-Management-Team verfügen müssen, das in der Lage ist, illegale Inhalte zu entfernen. Zudem müssen sie ein „einfaches und zugängliches“ Beschwerdesystem bereitstellen, Werkzeuge, die es Nutzern ermöglichen, Kommentare zu deaktivieren, und eine Person benennen, die für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich ist.

Als unabhängige Regulierungsbehörde für Online-Sicherheit nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Online-Sicherheit im Jahr 2023 hat Ofcom die Befugnis, Geldstrafen von bis zu 18 Millionen Pfund oder 10 % des globalen Umsatzes eines Unternehmens zu verhängen, wenn diese gegen illegale Inhalte nicht vorgehen.