Die Weltmeisterschaft präsentierte die beeindruckende Offensive von Frankreich, die Norwegens Abwehr in einer 4:1-Niederlage in Boston überwältigte. Ousmane Dembélés bemerkenswerter Hattrick innerhalb von nur 25 Minuten hob die Dominanz Frankreichs hervor, die sich damit den ersten Platz in Gruppe I sicherten. Mit diesem Sieg wird Frankreich am nächsten Dienstag in New Jersey auf ein neues Herausforderungsfeld treffen, während Norwegen sich auf ein Spiel gegen die Côte d’Ivoire in Texas vorbereitet.
Dieses Spiel verlief mit einem Gefühl von Turnierformalia, das eher an die Energie eines Spiels um den dritten Platz erinnerte als an einen entscheidenden Schlagabtausch. Norwegen, das auf den Schlüsselspieler Erling Haaland verzichten musste, hatte Schwierigkeiten, ihre Turnierambitionen aufrechtzuerhalten, während Frankreich defensive Lücken während einer chaotischen ersten Halbzeit mit beunruhigender Leichtigkeit ausnutzte.
Ursprünglich als das Duell zwischen Kylian Mbappé und Haaland angekündigt, nahm das Spiel eine andere Wendung, da Haaland und neun weitere norwegische Stammspieler geschont wurden. Diese Entscheidung veränderte Norwegens defensive Strategie und Kohärenz auf dem Feld drastisch.
Die ersten sechs Minuten des Spiels waren außergewöhnlich einseitig und führten zu einem Hattrick von Dembélé in der ersten Halbzeit, der sein Können zur Schau stellte. Norwegens Abwehr gab ihm wiederholt Raum, was es ihm ermöglichte, seinen Spielplan mühelos umzusetzen.
Als die 32. Minute näher rückte, war Dembélé bereits auf der Suche nach dem Spielball für seine Leistungen. Norwegens Vorbereitung war offensichtlich, da sie Dembélés außergewöhnliche Fähigkeit bestätigten, nach innen zu schneiden und mit seinem tödlichen linken Fuß konstant die weite Ecke zu finden.
Die malerische Landschaft Neuenglands bot eine europäische Atmosphäre, mit sanften Hügeln und Wasserwegen, die als klassische Kulisse für diesen entscheidenden Gruppenspielauftritt dienten.
Die Entscheidung von Stale Solbakken, zehn Spieler aus der Startaufstellung zu rotieren, erwies sich als enttäuschend, trotz der dahinterstehenden Logik. Norwegen mangelt es an der Tiefe, die andere Nationen aufweisen, wodurch ihre Schlüsselspieler unverzichtbar bleiben. Während diese Strategie darauf abzielte, den Teamgeist zu fördern, setzte sie sie auch der Gefahr einer möglichen Demütigung gegen einen Spitzengegner aus.

Zu Beginn des Spiels summte das Boston Stadium vor Aufregung, geschmückt in Rot und Blau, als Frankreich fast innerhalb von Sekunden ein Tor erzielte. Ein cleverer Pass von Dembélé befreite Mbappé, der aus spitzem Winkel nur 20 Sekunden nach Spielbeginn die Latte traf.
Drei Minuten später ergriff Manu Koné einen losen Ball nahe dem Strafraum, nur um mit Norwegens neuer defensiver Politik des Missachtens konfrontiert zu werden. Sein Schuss wurde von Egil Selvik abgefälscht, der es schaffte, ihn für eine Ecke abzuwehren.
Der Durchbruch kam nach sechs Minuten, dank eines brillanten pirouettierenden diagonalen Passes von Mbappé, der durch Norwegens desorganisierte Abwehr schnitt. Dembélé schnitt geschickt nach innen und schoss zwischen den Verteidigern in die weite Ecke, was eine Welle des Jubels auslöste, als die Zuschauer das bevorstehende Tor spürten.
Mbappé hätte kurz darauf die Führung fast verdoppelt, indem er Dembélé erneut mit einem ähnlichen Pass bediente, was zu einem weiteren Tor führte, diesmal ein flacher Schuss in die gleiche Ecke.
Norwegen reagierte jedoch schnell nach dem Wiederanpfiff und glich mit einem schönen Tor von Andreas Schjelderup aus, der Thelo Aasgaard für einen gut platzierten Abschluss assistierte. Die Atmosphäre war elektrisierend, die Fans jubelten begeistert.
In diesem Moment wurde das Tempo des Spiels durch eine Werbepause unterbrochen, die mit donnernden Buhrufen aus der enttäuschten Menge aufgenommen wurde. Diese Unterbrechung fühlte sich angesichts der Intensität des Spiels fehl am Platz an.
Kurz nach der halben Stunde stellte Dembélé Frankreichs zwei Tore Führung wieder her, indem er präzise nach innen schnitt und erneut die gleiche Ecke fand. Didier Deschamps’ Strategie, den aktuellen Ballon d’Or weiter rechts zu positionieren, neben Michael Olise in einer zentralen Rolle, erwies sich als effektiv.

Als die zweite Halbzeit begann, versuchte Norwegen, wieder Schwung zu gewinnen, wobei Oscar Bobb nach geschickt über Aurélien Tchouaméni dribbeln einen Elfmeter gewann, der zu einem Foul von Theo Hernandez führte. Allerdings war Jørgen Strand Larsens Elfmeter schwach und zentral, wodurch Mike Maignan ihn parieren konnte.
Die zweite Halbzeit ebbte und floss, mit Momenten der Trägheit, unterbrochen von Energieausbrüchen von Mbappé, der bereit schien zu scoren. Eine mexikanische Welle zog durch die Tribünen, während die Fans ständig Haalands Namen riefen. Bobb zwang Maignan zu einer flachen Parade, die das Spiel am Leben hielt.
In den Schlussminuten köpfte Désiré Doué ein viertes Tor nach einer Flanke von Bradley Barcola, was Frankreichs Leistung mit insgesamt zehn Toren im Turnier bis jetzt festigte. Der späte Elan des Teams deutete auf einen neu entdeckten abenteuerlichen Geist unter Deschamps hin. In der Zwischenzeit muss Norwegen die Auswirkungen ihrer Strategie überdenken, da sie mit einer vielversprechenden Siegesserie anreisten, jedoch diese Gelegenheit gegen ein überlegenes Team nicht nutzen konnten.
Im besten Fall kann Norwegen Teams wie Frankreich herausfordern, doch die fehlende Erfahrung in Drucksituationen bleibt ein Hindernis. Sie verpassten die Chance, ihren Wettbewerbsvorteil in diesem entscheidenden Spiel zu verbessern.
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