Als die englische Nationalmannschaft an ihrem Hotel in Mexiko-Stadt ankam, um sich auf ihr WM-Achtelfinale gegen Mexiko vorzubereiten, wurden sie mit einem deutlich unfreundlichen Empfang empfangen.
Um ihre Lage geheim zu halten, hatte die englische Mannschaft gehofft, Störungen zu vermeiden, ähnlich wie sie von den Spielern Ecuadors erfahren wurden, die von enthusiastischen mexikanischen Fans, die Lautsprecher, Hörner und Motorräder benutzten, vor ihrem Spiel, das Mexiko mit 2:0 gewann, gestört wurden.
Bei ihrer Ankunft wartete jedoch eine Menge Fans auf sie, von denen viele boo-ten und „Mexiko“ skandierten. Unter den Zuschauern war mindestens ein Anhänger zu sehen, der stolz ein England-Trikot trug.
Nach den früheren Vorfällen, die zu Beschwerden von Ecuadors Fußballverband führten, wurden erhöhte Sicherheitsmaßnahmen vor dem Hotel implementiert. Zudem war in der ganzen Stadt eine verstärkte Sicherheitspräsenz zu beobachten, nachdem es während der Feierlichkeiten nach Mexikos Sieg über Ecuador zu vier Todesfällen gekommen war.
Spieldetails und Kontroversen
England, unter der Leitung von Trainer Thomas Tuchel, steht vor der Herausforderung, Mexiko im ikonischen Aztekenstadion zu begegnen, wobei der Anstoß für 18:00 Uhr Ortszeit (01:00 Uhr Montag in Großbritannien) geplant ist. Die FIFA hatte erwogen, die Anstoßzeit aufgrund bevorstehender Sturmwarnungen vorzuverlegen. Nach umfangreichen Beratungen, die am Freitag über fünf Stunden dauerten, wurde jedoch der ursprüngliche Zeitplan beibehalten.
Mexiko äußerte entschiedenes Missfallen über Änderungen der Spielzeit weniger als 48 Stunden vor dem geplanten Beginn. Der englische Fußballverband war Berichten zufolge von diesen potenziellen Änderungen überrascht und äußerte Unzufriedenheit über die laufenden Diskussionen. Mexikos Trainer Javier Aguirre sagte.
„Die Änderung des Zeitplans trifft wie ein Schlag in den Magen. Wir müssen den gesamten Plan ändern. Mir gefällt das gar nicht.“
Herausforderungen für England
Der feindliche Empfang ist nur eines der Hindernisse, mit denen England in Mexiko-Stadt konfrontiert wird. Das Aztekenstadion liegt über 2000 Meter über dem Meeresspiegel, was eine Akklimatisierung der Spieler an die reduzierten Sauerstoffwerte erfordert.
Historisch gesehen hat Mexiko auf heimischem Boden als stark gegolten und hat in 89 Spielen im Aztekenstadion nur zweimal verloren, mit 70 Siegen und 17 Unentschieden. Sie sind in den letzten 10 WM-Spielen an diesem Ort ungeschlagen.