05.07.2026
Lesezeit 3 min

Folarin Balogun für das US-Team gegen Belgien nach Aufhebung der Sperre bereit

Folarin Balogun eligible to play for US v Belgium as Fifa rescinds suspension for red card

Folarin Balogun, der Stürmer der Vereinigten Staaten, wird am Montag im Achtelfinalspiel seiner Mannschaft gegen Belgien auflaufen, nachdem die FIFA die rote Karte und die einspielige Sperre, die er im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina erhalten hatte, aufgehoben hat.

Diese Ankündigung stellt einen bedeutenden Vorteil für die US-Mannschaft dar, da sie zum ersten Mal seit 2002 ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft einziehen möchte. Balogun hat sich im Turnier als wertvoller Spieler erwiesen und erzielte in drei Einsätzen drei Tore. Ohne ihn hätte Cheftrainer Mauricio Pochettino Schwierigkeiten gehabt, alternative Optionen für die offensive Aufstellung zu finden.

Die Entscheidung der FIFA und ihre Auswirkungen

Das Disziplinarausschuss der FIFA erklärte, dass die Entscheidung gemäß Artikel 27 des FIFA-Disziplinarreglements getroffen wurde, der die Aufhebung von roten Karten erlaubt, es sei denn, das Verhalten steht im Zusammenhang mit Spielmanipulation. Obwohl Baloguns rote Karte weiterhin im Register bleibt, wird er ein Jahr auf Bewährung gesetzt. Sollte er in dieser Zeit einen weiteren Verstoß ähnlicher Schwere begehen, müsste er die einspielige Sperre absitzen.

Bereits zuvor hatte die FIFA Artikel 27 angewendet, um Cristiano Ronaldo die Teilnahme an den Eröffnungsspielen der Weltmeisterschaft für Portugal nach seinem eigenen Vorfall mit einer roten Karte gegen die Republik Irland zu ermöglichen. Ein Sprecher des US-Soccer-Verbands bestätigte am Sonntag, dass der Verband aktiv am Prozess beteiligt war, der zu Baloguns Einsatzberechtigung für das kommende Spiel führte.

Reaktionen und Unterstützung

Präsident Donald Trump äußerte Dankbarkeit gegenüber der FIFA für die Entscheidung, die rote Karte aufzuheben. Er bemerkte:

„Danke an die FIFA, dass sie das Richtige getan hat und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht hat!“

Der US-Soccer-Verband gab eine Erklärung ab, in der er seine Zustimmung zu dem Urteil des Disziplinarausschusses bestätigte:

„Wir akzeptieren die Entscheidung des Disziplinarausschusses und freuen uns, dass Folarin Balogun morgen spielen kann. Unserer volle Aufmerksamkeit gilt dem Achtelfinalspiel gegen Belgien in Seattle, und wir freuen uns auf die anhaltende Unterstützung unserer großartigen Fans.“

Der königliche belgische Fußballverband bereitete eine eigene Erklärung vor, als er kontaktiert wurde.

Umstrittenes Vorfall mit der roten Karte

Baloguns rote Karte wurde nach einem scheinbar harmlosen Zusammenstoß mit einem Verteidiger aus Bosnien und Herzegowina in einem letzten 32-Spiel diese Woche verhängt. Zunächst wurde kein Foul gepfiffen, doch der Videoassistent (VAR) empfahl eine Überprüfung, nachdem er festgestellt hatte, dass Balogun auf den Knöchel des Verteidigers getreten war. Nach Überprüfung des Videomaterials entschied der Schiedsrichter, eine direkte rote Karte wegen gewalttätigen Verhaltens auszusprechen.

Die Entscheidung überraschte viele Kommentatoren sowie US-Spieler und Trainer, die behaupteten, die Aktion sei unbeabsichtigt gewesen. Pochettino kommentierte:

„Für mich? Nie eine rote Karte. Es gab nie die Absicht, den Spieler zu treten. Es war eine normale Aktion im Fußball, die zufällig geschah.“

Zu diesem Zeitpunkt hatten sowohl FIFA- als auch US-Soccer-Beamte darauf hingewiesen, dass die einspielige Sperre, die mit einer roten Karte verbunden ist, nicht anfechtbar sei.

Am Freitag beschrieb Balogun die gesamte Erfahrung als„surreal“und räumte ein, dass er Lob dafür erhalten hatte, in Anbetracht der als hart empfundenen roten Karte gelassen geblieben zu sein. Er sagte:

„Ich möchte niemals aus Wut und Emotion reagieren. Es gibt noch viele Menschen, die wir inspirieren, kleine Kinder, Jungen und Mädchen, die zuschauen, und wir müssen ihnen den richtigen Umgang mit Dingen zeigen, selbst wenn man denkt, es sei ungerecht.“