18.07.2026
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Argentiniens taktischer Ansatz zielt darauf ab, Spanien im WM-Finale herauszufordern

Shackle Rodri the metronome and Argentina’s passion play can floor Spain | Jonathan Wilson

Das WM-Finale verspricht einen krassen Gegensatz zu Englands kürzlichem Spiel gegen Argentinien, in dem sie während eines entscheidenden 37-Minuten-Abschnitts nur 12 % Ballbesitz hatten, bevor sie schließlich zurückfielen. Im Gegensatz zu England gerät Spanien nicht in Panik, wenn sie in Führung gehen; stattdessen kontrollieren sie methodisch das Spiel und haben im Turnier durchschnittlich 64 % Ballbesitz.

Seit Vicente del Bosque 2008 das Amt des spanischen Trainers übernommen hat, hat sich ein ausgeprägter spanischer Spielstil entwickelt. Diese Evolution hat Spanien beträchtlichen Erfolg beschert, mit drei Europameisterschaften und einer Weltmeisterschaft in den letzten zwei Jahrzehnten. Diese Geschichte bietet einen Hoffnungsschimmer für England, das sich unter der Leitung von Sir Gareth Southgate ebenfalls erheblich in internationalen Wettbewerben verbessert hat.

Der Ansatz Spaniens betont Geduld und Ballbesitz, eine Methode, die manchmal vorhersehbar erscheinen kann. Nichtsdestotrotz hat Luis de la Fuente diese Strategie revitalisiert und die Bedeutung des Ballbesitzes in ihren letzten Spielen aufgezeigt. Dies steht im krassen Gegensatz zu Teams wie Argentinien, die manchmal Schwierigkeiten haben, den Ball zu halten.

Die Vertrautheit von De la Fuente mit den Spielern, da er seit ihren Jugendteams mit ihnen arbeitet, verbessert die taktische Kohärenz Spaniens. In diesem Turnier haben mehrere hochkarätige Trainer versagt, was den Wert von Kontinuität innerhalb der Nationalmannschaften unterstreicht. Ähnlich ist Argentiniens Lionel Scaloni nach seiner Zeit als U21-Trainer in die Rolle des Cheftrainers aufgestiegen, was ihm tiefen Einblick in die Dynamik des Kaders gibt.

Rodri clashes with France’s Michael Olise

Unter Scaloni unternimmt Argentinien einen bewussten Versuch, einen traditionelleren Spielstil zu übernehmen, der kurze Pässe über körperliche Spielweise bevorzugt. Ihr Analyst, Matías Manna, hebt Leandro Paredes als entscheidenden Spieler hervor und sagt.

„Er gewinnt den Ball oft von vorne und weiß, wie man hinter sich verteidigt.“

„Wenn ein Team um das Passspiel herum aufgebaut ist, ist es wichtig, einen Halter wie Paredes zu haben, der gut mit den Innenräumen und der Nummer 10 interagiert. Er ist der Argentinier, der Messi am besten zwischen die Linien findet. Man kann das Spiel nicht isoliert analysieren. Das Spiel liegt in den Beziehungen zwischen den Spielern.“

Manna betont die Notwendigkeit für ein integriertes Spiel anstelle starrer Formationen und merkt an, dass Argentiniens Einheit und gemeinsames Ziel ihre größten Stärken sind. Diese Kohäsion konzentriert sich insbesondere darauf, Lionel Messi zu ermöglichen, eine zweite Weltmeisterschaft zu sichern und sein Erbe über Diego Maradona hinaus auszubauen.

Während Spanien sich von dem aggressiven Stil der la furia roja entfernt hat, hat Argentinien ihn angenommen. Obwohl es eine Übervereinfachung wäre zu sagen, dass sie lediglich darauf warten, dass Messi glänzt, ist seine außergewöhnliche Fähigkeit, Spiele zu beeinflussen, ein erheblicher Vorteil. Die späten Spielwellen, die von Messi inspiriert sind, waren für Argentinien in den K.o.-Runden entscheidend.

Argentinien wird voraussichtlich von ihrer vorherigen 4-4-2-Formation zu einem 4-5-1-System wechseln, wobei Messi als flexibler Mittelstürmer neben Julián Álvarez auf der linken Seite agiert. Die Entscheidung, ob Joaquín Correa als rechter Störenfried gegen Marc Cucurella eingesetzt werden soll oder Rodrigo De Paul, Messis zuverlässiger Beschützer, bleibt entscheidend.

Der Schlüssel für Argentinien liegt darin, den Spielfluss Spaniens im Mittelfeld zu stören, insbesondere Rodri ins Visier zu nehmen, der als Metronom des spanischen Mittelfelds dient. Diese Strategie könnte erfordern, dass Alexis Mac Allister oder Enzo Fernández eine Manndeckung übernehmen.

Die bisherigen Spiele Argentiniens haben Schwächen gegen schnelle Konter gezeigt, ein Detail, das England nicht ausnutzen konnte. Spains Erfolg bei der letzten Europameisterschaft basierte auf der Fähigkeit, Ballbesitz mit effektivem Spiel über die Flügel zu kombinieren, obwohl Verletzungen sie in diesem Turnier behindert haben.

Derzeit sind Spieler wie Nico Williams auf Einwechslungen beschränkt, und Álex Baena fehlt die Geschwindigkeit, die normalerweise erforderlich ist, um Abwehrreihen zu bedrohen. Inzwischen hat Lamine Yamal, der mit einem Oberschenkelproblem in das Turnier eingetreten ist, Fortschritte gemacht, aber noch nicht seine Höchstform erreicht.

Das bevorstehende Finale verkörpert den klassischen Kampf zwischen einem methodischen Team und einem, das von Leidenschaft getragen wird. Eine solche Leidenschaft birgt Risiken; wenn Argentinien die Kontrolle nicht aufrechterhalten kann, könnte Spanien leicht von Kontern profitieren. Allerdings erscheint Argentinien gelassener als in früheren Turnieren, wie 2014 in Brasilien, und je länger das Spiel ohne Tore fortschreitet, desto größer werden ihre Chancen, Messis Schicksal zu erfüllen.