13.07.2026
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Analyse Argentiniens: Wichtige Herausforderungen vor dem Halbfinale gegen England

World Cup scouting report: the lowdown on England’s semi-final opponents Argentina | Nick Ames

Während England sich auf das Halbfinale gegen Argentinien vorbereitet, zeigt eine Analyse ihrer Gegner sowohl Stärken als auch Schwächen auf. Der Erfolg Argentiniens hängt oft von Momenten der Brillanz ab, aber taktische Anpassungen werden entscheidend sein, um dem beeindruckenden Ansatz Englands entgegenzuwirken.

Raumverweigerung für den tödlichen Messi

Die Schweiz neutralisierte Lionel Messi effektiv, indem sie die zentralen Bereiche des Spielfelds verengte und so seine Fähigkeit einschränkte, Torchancen zu kreieren. Messi nutzt normalerweise einen schnellen Rückpass von einem Mitspieler, um Raum für seine charakteristischen Linksschüsse zu schaffen, sah sich jedoch gegen die Schweiz einer soliden Defensive gegenüber. Sein einziger nennenswerter Beitrag kam kurz vor dem entscheidenden Tor von Julián Alvarez, als er Schwierigkeiten hatte, Lücken zu finden. Die Strategie Argentiniens zielt darauf ab, Messi für maximalen Einfluss zu positionieren, aber er hatte eine ungewöhnlich zurückhaltende Leistung, abgesehen von der Vorarbeit für das Tor von Alexis Mac Allister aus einer Ecke. Während die Strategie, Messi zu enthalten, vielversprechend klingt, haben nur wenige Teams dies erfolgreich umgesetzt, was Fragen zu Englands Ansatz aufwirft.

Verdächtige rechte Flanke

Nach dem Spiel gegen die Schweiz äußerte Lionel Scaloni Bedenken hinsichtlich der rechten Flanke seines Teams, die nach der beeindruckenden Leistung von Dan Ndoye anfällig zu sein schien. Der Flügelspieler von Nottingham Forest nutzte die defensiven Schwächen von Nahuel Molina aus und sorgte für erhebliche Probleme, bevor er den Ausgleich erzielte. Molina wurde anschließend wegen früherer Verletzungsprobleme ausgewechselt, die sowohl ihn als auch seinen Ersatz Gonzalo Montiel betroffen haben. Mit Anthony Gordon und Marcus Rashford, die möglicherweise diese Schwäche anvisieren, und Rodrigo De Pauls schwacher Unterstützung könnte Argentiniens Mittelfeld Schwierigkeiten haben, seine Außenverteidiger effektiv zu unterstützen.

Fließendes, aber fehleranfälliges Mittelfeld

Das Mittelfeld Argentiniens hat die Fähigkeit, das Spiel zu diktiert und komplexe Muster zu schaffen sowie das Tempo zu kontrollieren. Dennoch ist ihr Mangel an Laufbereitschaft im Vergleich zu anderen Teams ein auffälliger Nachteil. Keiner ihrer Mittelfeldspieler gehört zu den Besten in den Sprintstatistiken des Turniers. Englands Jude Bellingham, bekannt für seine dynamischen Auftritte, könnte diese Schwäche ausnutzen, während Declan Rice, sofern fit, die Gelegenheit nutzen würde, ihr Setup zu stören. Obwohl Enzo Fernández und Mac Allister entscheidende Beiträge geleistet haben, können sie defensiv umgangen werden, wie gegen Ägypten zu sehen war. Auch Sorgen um den alternden De Paul und den erschöpften Leandro Paredes, der in den letzten Spielen Schwierigkeiten hatte, das Mittelfeld zu kontrollieren, bleiben bestehen.

Momente der Genialität

Die Fähigkeit Argentiniens, entscheidende Momente zu produzieren, ist sowohl ein Segen als auch ein potenzielles Risiko. Trotz der Herausforderungen in den K.o.-Runden finden sie konsequent Wege, auf dem Spielfeld Magie zu erzeugen. Messi glänzte in der Gruppenphase und rettete sein Team gegen Ägypten, während Lautaro Martínez eine beeindruckende Vorlage für Fernández‘ Siegertor lieferte. Im Viertelfinale trat Alvarez als Spielveränderer mit einem spektakulären Tor in Erscheinung, als Argentinien es am dringendsten benötigte. England sollte darauf achten, dass Argentinien trotz Phasen des Kampfes weiterhin Momente der Brillanz liefern kann. Wie Scaloni bemerkte: „Letztendlich finden wir immer die Lösungen“, was darauf hindeutet, dass Unberechenbarkeit stets ein Faktor in ihren Spielen ist.

Julián Alvarez lets fly to score arguably the best goal of the World Cup so far against Switzerland

Körperlich werden

Nach dem jüngsten Sieg Argentiniens hob Scaloni ein Anliegen hinsichtlich der körperlichen Leistung seines Teams hervor. Er bemerkte: „Es fiel uns sehr schwer, die Duelle zu gewinnen und mehr als fünf oder sechs Pässe zusammenzubringen.“ Die körperliche Präsenz der Schweiz stellte eine Herausforderung dar und angesichts der Statur Argentiniens wurden sie oft von ihren Gegnern übermannt. Dieses Problem wird wahrscheinlich auch gegen England wieder auftreten, dessen Stärke und Ausdauer während des gesamten Turniers entscheidend waren. Die Mittelfeldschlachten werden entscheidend sein, insbesondere wenn Harry Kane gegen Argentiniens Innenverteidiger antritt. Cristian Romero, der von einer Verletzung zurückgekehrt ist, hat nicht seine übliche Aggressivität gezeigt, was in diesem Duell ein bedeutender Faktor sein könnte. Scaloni erkannte die bevorstehende Herausforderung an und erklärte: „Wir wissen, was uns erwarten wird“, und betonte die Notwendigkeit, dass Argentinien sich gegen eine unermüdliche englische Mannschaft behaupten muss.

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